All posts by Susanne Hausdorf

Blogparade: Digitalisierung und Medienkompetenz – wie medienkompetent bin ich? | #medienkompetent

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#medienkompetent Blogparade denkst.net

Am 29. September findet unsere Bloggerkonferenz #denkst18 in Nürnberg statt. Dafür sammeln wir im Vorfeld Denkstoff ein. Zusammen mit unserem Gastgeber, dem Museum für Kommunikation Nürnberg, laden wir dich zur Blogparade Digitalisierung und Medienkompetenz – wie medienkompetent bin ich? | #medienkompetent ein. Die Blogparade läuft vom 23. Juli bis 20. September 2018. Warum fragen wir…

Gespräch mit Elke Schneider vom Kuseum für Kommunikation Nürnberg

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Die Familienbloggerkonferenz denkst17 findet in diesem Jahr in ganz besonderen Räumen statt: wir gehen ins Museum für Kommunikation in Nürnberg!
Museum klingt staubig und langweilig? Mitnichten. Darum kümmert sich im Museum für Kommunikation Nürnberg Elke Schneider. Sie ist Museumspädagogin und sorgt dafür, dass kleine und große Besucher Objekte und Geschichten aus der längst vergangenen Zeit und der Gegenwart entdecken können.
Wir haben uns mit ihr über ihre Arbeit unterhalten und wollten wissen, wie sie Kindern den Umgang mit moderner Kommunikation vermittelt.

Frau Schneider, viele Menschen haben die Vorstellung, eine Museumspädagogin führt den lieben langen Tag Besuchergruppen durchs Museum, nachdem sie dicke Geschichtsbücher auswendig gelernt hat. Ist das so?

Oh nein, die Führungen sind nur ein kleiner Teil meiner Arbeit. Noch bevor ich jemandem eine Ausstellung zeigen kann, muss ich mir zunächst überlegen, wie ich das Ganze präsentiere. Moderne Museen unterscheiden sich im Aufbau komplett von denen, in die wir als Kinder an verregneten Feriennachmittagen geschleppt wurden. Früher gab es Vitrinen und Schaukästen, an denen man vorbeischlendern konnte. Heutzutage wird eine Ausstellung je nachdem, was sie vermitteln soll, konzipiert. Hier im Museum für Kommunikation besteht die Herausforderung darin, die breite Zielgruppe abzudecken. Zu uns kommen Kinder ab etwa vier Jahren, über Schulklassen und Erwachsenengruppen bis hin zu Senioren. Jeder einzelne Besucher möchte sich von den Ausstellungen angesprochen fühlen. Deswegen überlegen wir sehr genau, was wir dem Besucher wie zeigen können. Und welche Texte wie formuliert werden müssen, um beim Empfänger anzukommen.

Frau Schneider, viele Menschen haben die Vorstellung, eine Museumspädagogin führt den lieben langen Tag Besuchergruppen durchs Museum, nachdem sie dicke Geschichtsbücher auswendig gelernt hat. Ist das so?

Oh nein, die Führungen sind nur ein kleiner Teil meiner Arbeit. Noch bevor ich jemandem eine Ausstellung zeigen kann, muss ich mir zunächst überlegen, wie ich das Ganze präsentiere. Moderne Museen unterscheiden sich im Aufbau komplett von denen, in die wir als Kinder an verregneten Feriennachmittagen geschleppt wurden. Früher gab es Vitrinen und Schaukästen, an denen man vorbeischlendern konnte. Heutzutage wird eine Ausstellung je nachdem, was sie vermitteln soll konzipiert. Hier im Museum für Kommunikation besteht die Herausforderung darin, die breite Zielgruppe abzudecken. Zu uns kommen Kinder ab etwa vier Jahren, über Schulklassen und Erwachsenengruppen bis hin zu Senioren. Jeder einzelne Besucher möchte sich von den Ausstellungen angesprochen fühlen. Deswegen überlegen wir sehr genau, was wir dem Besucher wie zeigen können. Und welche Texte wie formuliert werden müssen, um beim Empfänger anzukommen.

Museumspädagogin Elke Schneider kommt gerne mit Besuchern ins Gespräch – gleich welchen Alters.

Was ist die Besonderheit am Museum für Kommunikation?

Neben dem heterogenen Zielpublikum ist der Gegenstand „Kommunikation“ eine weitere Herausforderung: wir zeigen hier Medien zur Kommunikation und beschäftigen uns mit der direkten Kommunikation als Grundlage. Die Erfahrung hat gezeigt: wenn wir bekannte Themen anbieten, ist das Interesse sehr groß. Die Besucher fühlen sich kompetent. So können wir an das Bekannte anknüpfen und neue Kompetenzen im Sinne der konstruktivistischen Lerntheorie anknüpfen.
Zum einen zeigen wir die Medien den Besuchern: angefangen mit der Schrift an sich, über die Postkutsche, einer originalen Rohrpost bis hin zu Smartphone und Tablet. Zum anderen versuchen wir mit den Besuchern darüber ins Gespräch zu kommen, was Kommunikation ist und wie sie funktioniert. Mit interaktiven Stationen stiften wir unsere Besucher dazu an, in kommunikative Prozesse zu gelangen. Es ist spannend, wie die Besucher auch miteinander ins Gespräch kommen, wenn ich auch mal eine Frage aus der Gruppe an die Gruppe zurückgebe. Gerade wenn es um Themen wie Datenschutz oder den Gefahren des Internets geht, gebe ich oft nur einen Hinweis und die Besucher kommen im Gespräch auf beeindruckende Ergebnisse. Die sich so auch besser einprägen.
Neben den Ausstellungen zum Thema Kommunikation und Medien bieten wir auch ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm an. So gab es in Kooperation mit dem mit dem Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V den Datendienstag, eine Vortragsreihe über Datenschutz im Internet, oder die erfreulich nachgefragte Reihe der Medienworkshops Smartphone-Einführung für Leute über 50. Für Kinder und Jugendliche machen wir einen extra konzipierten Rundgang zum Thema Daten und Passwort-Sicherheit , wir feiern in der Virtual Reality-Werkstatt Kindergeburtstage und arbeiten sogar mit Kindergärten zum Thema Kommunikation in der Tageszeitung zusammen. Das komplette Angebot für Einzelbesucher und Gruppen findet man hier

Eine alte Poststelle im Museum für Kommunikation Nürnberg.

Uns interessiert natürlich auch, wie sie zu Ihrem Beruf gekommen sind: Wie wird man Museumspädagogin?

Zunächst absolvierte ich ein Studium für das Lehramt an Gymnasien. Mein Fach, Kunst- und Werkerziehung, hatte aber keinen Bedarf an neuen Lehrern als ich meinen Abschluss in der Tasche hatte. Deshalb arbeitete ich für verschiedene Einrichtungen, wie Elternschulen, Häusern der Jugend und Volkshochschulen. Durch Zufall machte ich eine erste Führung im Museum und fing Feuer. Die Arbeit machte mir großen Spaß und so war ich sechs Jahre freie Mitarbeiterin an der Hamburger Kunsthalle. Das war eine tolle Zeit, denn ich lernte in der freiberuflichen Tätigkeit die unterschiedlichsten Leute kennen. Dann wurde ich hauptamtliche Museumspädagogin zunächst befristet am Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe und seit 1998 am Hamburger Museum für Kommunikation. Nach dessen Schließung kam ich nach Nürnberg. Hier gefällt es mir ausgesprochen gut und ich entdecke immer mehr Parallelen zwischen Franken und Hamburgern.
Außerdem bin ich aktiv im Vorstand des Bundesverbandes Museumspädagogik, dem Netzwerk von gut 1000 MuseumspädagogInnen aus dem ganzen Bundesgebiet.

Zum Abschluss haben wir noch drei Stichworte. Bitte sagen Sie uns, was die Begriffe für sie bedeuten:

Kommunikation

Frage ich Kinder, was für sie Kommunikation ist, antworten sie sofort mit: Telefonieren, Briefeschreiben und anderen Arten, Nachrichten zu übermitteln.
Für mich ist Kommunikation zunächst einmal der Austausch zwischen Menschen zur Verständigung. Dazu gibt es unterschiedliche Hilfsmittel: der direkte Austausch ist auch schon Kommunikation, nämlich mit Hilfe von Sprache, Gestik, Mimik oder Tonalität.
Kommunikation ist immer eine Herausforderung, weil Faktoren wie interkulturelle Unterschiede und vor allem die persönliche Interpretation den Austausch beeinflussen.
Spannend wird es, wenn Missverständnisse auftreten, dann wird man sich der Kommunikation bewusst. Bei den Online-Medien finde ich zurzeit Twitter am spannendsten.  Hier darf eine Nachricht nur 140 Zeichen lang sein: Es ist für mich eine sportliche Aufgabe, in dieser Kürze Inhalte in die Welt zu bringen oder auf Twitter Tagungen zu verfolgen. Die Knappheit kann Denkräume eröffnen, indem sie Spielraum für Interpretation schafft.

Moderne Kommunikation: Ausstellungsbereich im Museum für Kommunikation.

Vernetzung

Vernetzung ist ein spannendes Feld. Ich bin der Meinung, Menschen müssen sich vernetzen, um Dinge voran zu bringen. Durch eine Vernetzung kommt man in Kontakt mit Gleichgesinnten und kann so Wissen und Energie bündeln.
Interessant wird Vernetzung durch technische Hilfsmittel. So ist es möglich, sich auch mit räumlich entfernten Menschen zu verbinden und, Impulse von außen zu bekommen. Vielleicht sogar außerhalb der eigenen kulturellen Filterblase.

Vernetzung und Datenaustausch. Schautafel im Museum für Kommunikation Nürnberg.

Kommunikation für und mit Kindern

Hier im Museum sind wir Fachleute, was das Thema Kommunikation angeht. Gerade auch, was die neuen Medien betrifft. Uns liegt es aber fern, Kinder und Jugendliche belehren zu wollen.  Zu predigen „Das Internet ist gefährlich!“ oder „Du darfst Deine Daten nicht alle im Internet offenlegen!“ ist völlig zwecklos. Das geht auf der einen Seite rein und gleich auch auf der anderen wieder raus. Wir setzen auf achtsame Kommunikation nicht nur mit den Kindern und sehen unsere Aufgabe darin, Gespräche anzuregen und zu begleiten. Beim Kommunizieren  kommen – Kinder oft selbst auf die Grundlagen eines verantwortungsbewussten Umgangs mit neuen Medien.

Wer sich auf einen Tag im Museum mit der Familie vorbereiten will: Elke Schneider gibt hier hilfreiche Tipps für einen vergnüglichen Besuch.

Auf der denkst17 bieten wir für Kinder ab 4 vormittags zusammen mit dem Museum eine Enteckertour durch das Museum für Kommunikation an. Für den Nachmittag ist eine Schreibwerkstatt geplant: Briefe schreiben, wie früher.

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Mein Kind sieht doch gut!- Fehlsichtigkeit bei Kleinkindern

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Kind mit Brille

Viele Eltern glauben fest daran, dass sie “es schon merken würden”, wenn Ihr Kind eine Sehschwäche entwickelt.
Doch genauso, wie ab dem ersten Zahn Zahnpflege bei Babys betrieben werden sollte, ist es wichtig regelmäßig das Sehvermögen des Kindes zu überprüfen.
Dabei können viele Kinderärzte bereits im Säuglingsalter überprüfen, ob mit den Augen des Kindes etwas nicht stimmt. Sie haben ein Augen-Messgerät, das eine schnelle und unkomplizierte Untersuchung ermöglicht. Weshalb diese Untersuchung so wichtig ist und wie sie durchgeführt wird, erklärt die Expertin Melanie Salamon vom Nürnberger Unternehmen Plusoptix:

Mir ist noch nie aufgefallen, dass mein Kind schlecht sieht, sollte ich dennoch das Sehvermögen testen lassen?

Ja, denn genauso wie beim Laufen müssen Kinder in den ersten Lebensjahren auch das Sehen mit beiden Augen (räumliches Sehen) erlernen. Die Fortschritte bei den ersten Gehversuchen oder dem Artikulieren der ersten Worte erleben die Eltern täglich mit. Wie und was Ihr Kind sieht, bleibt Ihnen dagegen verborgen.
Im Durchschnitt hat fast jedes fünfte Kind im Alter von 4 Jahren eine unerkannte Sehstörung. Dieser hohe Anteil ist nicht erstaunlich, denn im Gegensatz zu Krankheiten gibt es bei Sehstörungen keine äußerlichen, mit bloßem Auge erkennbaren Symptome. Die betroffenen Kinder bemerken die eigene Sehstörung selbst nicht, denn sie sind es gewohnt, die Welt mit ihren Augen zu sehen und haben keine Vergleichsmöglichkeit.
Aus diesem Grund sollte ab der U6 eine erste objektive Messung vorgenommen werden, bei bekannten Fehlsichtigkeiten der Eltern sogar bereits ab der U5. Die Messung muss regelmäßig wiederholt werden, da sich die Augen mit dem Wachstum verändern und Sehstörungen neu auftreten können.

Genügt der normale Sehtest im Rahmen der vorgeschriebenen U-Untersuchungen?

Nein, denn die bisher durchgeführten Sehtests bei Kindern setzen voraus, dass ein Kind so alt ist, dass es mitarbeiten kann, d.h. dass es Symbole erkennen und benennen kann. Weiterhin sind diese Untersuchungen subjektiv, das bedeutet das Ergebnis basiert auf der Einschätzung des Arztes.
Je früher eine Sehstörung entdeckt wird, desto besser kann diese behandelt werden. Eine Augenvorsorgeuntersuchung mit einem Augen-Messgerät von Plusoptix kann berührungslos aus einem Meter Entfernung und ohne Mitarbeit des Kindes durchgeführt werden. Dies ermöglicht Messungen ab einem Alter von bereits 6 Monaten. Die Messung ist objektiv (d.h. unabhängig von der Einschätzung des Arztes), und für das menschliche Auge völlig ungefährlich.

Ab welchem Alter des Kindes kann der Kinderarzt die Untersuchung mit Plusoptix durchführen?

Durch die berührungslose Messung aus einem Meter Entfernung kann die Messung bereits ab dem 6. Lebensmonat durchgeführt werden. Somit kann schon bei Säuglingen kontrolliert werden, ob sich die Augen altersgerecht entwickeln.

Was passiert, wenn die Sehstörung nicht frühzeitig entdeckt wird?

Die ersten Jahre sind für die Entwicklung eines gesunden beidäugigen Sehens die wichtigsten. Werden Sehstörungen nicht in den ersten Lebensjahren erkannt und behandelt, können diese zu einer dauerhaften Schwachsichtigkeit führen. Eine Schwachsichtigkeit, auch Amblyopie genannt, kann weder mit einer Brille, noch mit anderen Sehhilfen ausgeglichen werden. Eine solche Amblyopie in Folge einer Sehstörung beeinträchtigt die schulischen Leistungen, erhöht die Unfallgefahr im Straßenverkehr und schränkt die Berufswahl ein.

Der Kinderarzt hat festgestellt, dass mein Kind schlecht sieht. Und nun?

Erst einmal: Keine Panik! Es ist vergleichbar mit einem leichten Fieber. Sicherheitshalber wird das Kind hierbei weiter untersucht, aber nicht immer ist das Kind krank.
Bei einer Messung mit dem Augen-Messgerät von Plusoptix werden die Messwerte des Kindes mit den Normalwerten in dieser Altersgruppe verglichen. Liegen die Messwerte des Kindes außerhalb des Normalbereichs, so wird das Messergebnis „Auffällig“ angezeigt.
In diesem Fall wird das Kind an den Augenarzt überwiesen. Dieser untersucht dann das Kind, stellt eine Diagnose und legt gegebenfalls den Therapieplan fest.

Zahlt meine Krankenkasse die Augenvorsorgeuntersuchung (Amblyopiescreening)?

Durch die Einführung des neuen Versorgungskonzeptes Paed.Plus® durch den Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ e.V.) wurde in Absprache mit vielen Krankenkassen eine Übernahme der Kosten für das Amblyopiescreening (Untersuchung zur Aufdeckung von Sehstörungen) bei Kindern erreicht. Aber es gibt auch einige Krankenkassen, die die Kosten hierfür nicht übernehmen. Der Arzt wird die Messung dann als IGeL-Leistung anbieten. Wenden Sie sich einfach vor der Untersuchung an Ihre Krankenkasse oder Ihren behandelnden Arzt.
Wird bei der Augenvorsorge jedoch eine Sehstörung erkannt, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen alle Kosten, die bei einer weiteren Untersuchung und der Behandlung entstehen.

In eigener #denkst17-Sache:

Die eigene Erfahrung mit unentdeckter Fehlsichtigkeit in der Familie und der guten Erfahrungen bei den eigenen Kindern hat uns vor Augen geführt, wie wichtig eine sorgfältige Augenvorsorge ist. Deswegen haben wir die Firma Plusoptix auf die denkst eingeladen. Vor Ort können die Teilnehmer sich mit den Experten von Plusoptix austauschen und darüber informieren, wie gute Vorsorge bei Kindern funktioniert.